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Köln Krimis

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Kölnkrimi-Autoren:

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Kölner Kreuzigung

von Stefan Keller
Gmeiner, Juli 2010

Inhalt

Der Auftrag klingt einigermaßen kurios, den die Kölner Detektei Brock, bestehend aus Gunther Brock und seinem Mitarbeiter Marius Sandmann, vom Wallraf-Richartz-Museum erhält. Ein im zweiten Weltkrieg aus dem Archiv des Museums verschwundenes Bild soll wiederbeschafft werden. Einziger Hinweis ist ein aus einem Nachlass stammendes Foto eines Arbeitszimmers, auf diesem wiederum an der Wand jenes verschollene Bild zu sehen ist. Um klassische Beutekunst handelt es sich wohl nicht, da das Foto unzweifelhaft ein deutsches Arbeitszimmer zeigt, mehr noch, man kann eine Kölner Zeitung erkennen.

Also machen sich die Detektive auf die mühselige Suche, denn Arbeitszimmer gibt es bekanntlich viele. Wie sich schnell herausstellt, war das Bild eine Auftragsarbeit von einem Kölner Kaufmann mit Namen Hochkirchen, der es im 15. Jahrhundert von Stephan Lochner malen lies. Und eine Hochkirchen war es, die das Bild um 1920 dem Museum vermachte. Zufall?

Zur gleichen Zeit wird die Kriminalpolizei zu einem Tatort im Süden von Köln gerufen, wo scheinbar nach einer heftigen Party die Wohnungseigentümer, zwei Darsteller einer beliebten Seifenoper, ihr Leben ließen, mit ziemlich großen Löchern im Kopf. Der ermittelnde Staatsanwalt ist sich bald sicher, daß es sich um Mord in Verbindung mit Selbstmord handelt, da der Mann offensichtlich zu Gewalt neigte und die Frau auf mehreren Hochzeiten tanzte.

Sandmann läßt seine Kontakte spielen und findet heraus, daß die Hochkirchens tatsächlich seit Jahrhunderten in Köln residieren und der derzeitige Geschäftsführer der Hochkirchen Beteiligungsgesellschaft wohl keine Ahnung hat vom Verbleib des Bildes. Dann geschieht etwas unvorhergesehenes: Eine Leiche, an ein Kreuz genagelt, wird von einem Jogger entdeckt. Es handelt sich um Brock.

Kommentar

Eine alte Kölner Familie, ein Verrückter, ein Team aus einer chronisch schlecht gelaunten Kommissarin und einem schweigsamen Hauptkommissar in Tateinheit mit einem ziemlich ungut wegkommenden Staatsanwalt ergeben eine spannende Geschichte um ein Bild, das angeblich auf einem Stück von Jesu Kreuz gemalt wurde, von niemand geringerem als Stephan Lochner.

Der Autor liefert gerade soviel Lokalkolerit, daß Kölner nicht gelangweilt sind von zuviel Kölner Tamtam und alle Nicht-Kölner trotzdem mitkommen können.

Auf jeden Fall ein Erstling, der Lust auf mehr macht.

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Stefan Keller Jahrgang 1967, lebt und arbeitet als Autor, Dozent und Dramaturg in Köln.

Nach einer Tätigkeit als Wirtschaftsjournalist und Theaterdramaturg schreibt Keller seit 1994 Hörspiele, Fernsehshows, Drehbücher, Bühnenstücke, Kurzgeschichten, Lyrik, Magazinbeiträge, Presse- und Werbetexte, unter anderem für den WDR und den Kinderkanal.

Stefan Keller lektoriert für Filmproduktionen und Fernsehsender und unterrichtet seit 2001 Jahren Schreiben als Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln und am KOMED, dem Zentrum für Veranstaltungen im MediaPark Köln. Auch über Köln und Deutschland hinaus hat er ein Seminar für kreatives Schreiben abgehalten, nämlich im schönen Italien.

Mit der Geschichte Mit Emmanuelle Beart am Strand von Cannes gewinnt Stefan Keller den 3. Platz beim Literaturwettbewerb Strandgeschichten der TAZ in 2003.

Sein erster Kriminalroman ist Kölner Kreuzigung.

zur Homepage von Stefan Keller

Bild: Gmeiner
Quelle: Stefan Keller, Gmeiner und andere

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Weitere Bücher von Stefan Keller:

Köln Krimis

  • Totenkarneval, Juli 2011, Köln-Krimi, Attentat am 11. im Elften! zweiter Fall für Sandmann
  • Kölner Kreuzigung, Juli 2010, Köln-Krimi mit Bezügen zu Mittelalter und zweitem Weltkrieg, erster Fall von Privatdetektiv Marius Sandmann

Kriminal-Hörspiele

  • Fang den Mörder, ISBA:3865385044, September 2006, Delta Music & Entertainment

Diverses

  • Beiträge in Anthologien und Literaturzeitschriften

  • Strandgeschichten - Sonne, Sand und Sex, ISBA:3899301110, 2005, Hans Schiler Verlag, enthält Kellers Geschichte Mit Emmanuelle Beart am Strand von Cannes
  • Das Spinnentier und andere Horrorgeschichten , ISBA:3939496073, 2002, Ulmer Manuskripte

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